Donnerstag, 15. November 2012

heilig


Heilig ist ein Wort mit dem ich im Grunde genommen nicht viel zu tun habe. Ich sage es nicht oft, nein ich dachte auch noch nie wirklich darüber nach was es heisst, wenn mir etwas heilig ist. Ich nutze diesen Schreibauftrag dazu, mir klarzumachen wo dieses Wort für mich hingehört und was für mich heilig ist.

Als erster Gedanke zum Wort heilig, kommt mir die Religion in den Sinn. Das Heilige, das Transzendente. Das zweite was mir einfällt sind die gebräuchlichen Aussagen wie: „das ist mir heilig“, oder „ach du heilige sch…(ihr könnt es euch denken ;) )“. Mein Bezug zur Religion hält sich in Grenzen, für mich hat das Heilige nicht so einen grossen Stellenwert. Ich glaube eher an die Immanenz und würde behaupten ich habe eher eine wissenschaftliche Sichtweise auf die Religion als eine theologische. Auch die obengenannten Aussagen kommen mir nicht allzu viel über die Lippen. Trotzdem möchte mich mal fragen was mir heilig ist, bzw. sein könnte.

Heilig, etwas unverzichtbares und vielleicht auch persönliches. Heilig ist mir meine Zeit für mich alleine, denke ich. Denn sie gehört nur mir und ich selber bin auch dafür verantwortlich, dass ich sie mir nehme. Ich kann sie auch selber gestalten wie sie nur mir gefällt. „Heilig“ ist für mich auch etwas zerbrechliches, im Sinne von: „fass es nicht an, es ist mir heilig.“ Genau so will ich, dass niemand anfängt meine Zeit, die ich für mich habe, verändern zu wollen. Oder sie mir nehmen. Ich brauche sie, sie ist mir heilig und gehört nur mir.

1 Kommentar:

  1. Hallo Zwerg!

    Wahnsinn! Dein Post ist dir toll gelungen! Auch für mich hat die Religion nicht so einen grossen Stellenwert im Leben... Aber denkst du, dass religiöse Leute den Begriff "heilig" anders verwenden als wir Nicht-religiösen? Das fände ich eine spannende Frage!
    Das mit dem Zerbrechlichen ist ganz toll! Schön, wie jeder auf seine eigenen Gedanken kommt.
    Ich kann alle deine Gedanken gut nachvollziehen. Du hast alles sehr gut erläutert und auch alles schön mit den notwendigen Paragraphen abgetrennt. Im Grossen und Ganzen: Ein gelungener Post!

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